»Here we go« – The Still Crazy Story

Im Oktober 1998 wurde in Dortmund eine große Theaterrevue anlässlich des 150. Geburtstages von Helene Lange aufgeführt an der der Großteil der heutigen Still Crazy-Mitglieder beteiligt war. Das Schönste an solchen Aufführungen ist bekanntlich immer die Feier danach, und so ging es im »Café d' Hombruch« schon hoch her, als Josef Schneider sich zu einem Teil von uns an den Tisch setzte und die historischen Worte sprach:

»Sagt mal, habt ihr nicht Lust zusammen ein bisschen Rock-Musik zu machen?«

Der Vorschlag wurde mit Begeisterung und den für uns inzwischen so typischen lautstarken Diskussionen aufgenommen. Fünf Proben folgten, und zur Weihnachtsfeier 1998 standen wir zum ersten Mal mit sechs gecoverten Songs auf der Bühne.

Nur einen Namen hatte das Kind damals noch nicht. Es stellte sich als schwierig heraus, diese »Unglaubliche Lehrer-, Schüler-, Referendare-, Ehemaligen-Band« passend zu benennen. Ich glaube es war Stefan, der den Vorschlag machte, die Truppe in Zukunft Still Crazy zu nennen, und wir finden heute mehr denn je, dass dieser Name das Besondere an unserer Band benennt.

Denn unsere Zusammensetzung weicht doch stark von dem üblichen Boygroup-Prinzip ab. In welcher Band ist schon das älteste Mitglied mehr als doppelt so alt wie das jüngste? Trotz oder gerade aufgrund dieser ungewöhnlichen Zusammensetzung sind wir eine eingefleischte Truppe, die sich aufeinander verlassen kann und auch außerhalb des Probenraumes die eine oder andere Stunde mit dem einen oder anderen Bierchen verbringt. Ein bisschen »crazy« sind wir außerdem alle noch oder schon, der eine mehr, der andere weniger. Jeder, der schon mal dem kreativen Chaos auf einer unserer Proben zugehört hat, wird dies bestätigen.

Seit unserer offiziellen Namensgebung und dem Entschluss, jeden Dienstag im Bandkeller zu proben, sind wir nun schon auf etlichen Veranstaltungen aufgetreten und werden dies im Jahr 2003 endlich wieder verstärkt tun. Im Sommer 1999 setzte dann aber eine Entwicklung ein, die uns sicher alle überrascht hat. Stefan brachte das erste eigene Stück »Too much love will kill you sometimes« mit zur Probe, und eigene Songs wurden zu einem festen und immer größeren Bestandteil unseres Programms. Mittlerweile fanden sich auch andere Songschreiber. Tobi, der in einem Liebeslied gern auch mal ein Surfboard unterbringt und Maggi, der verzweifelt zu verhindern versucht, dass eine langsame Balladen wieder mal vom Rest der Band zum Rock-Kracher »verunstaltet« wird. Auch von Naddel wird man in nächster Zeit etwas erwarten dürfen. Da diese eigenen Stücke einen großen Anteil unserer Probenzeit in Anspruch nahmen, entschlossen wir uns, im Tonstudio unsere erste eigene CD aufzunehmen.

Was wir selbst 1998 nie für möglich gehalten hätten (Zitat Josef: »Ihr seid ja total größenwahnsinnig.«), hatten wir dann doch geschafft: Am 12. April 2000 veröffentlichten wir unser erstes Album "Much Too Young". Es folgte einige Zeit später eine Maxi-CD mit zwei Songs, die wir im Auftrag des Dortmunder Stadttheaters für das Stück »Suburbia« produziert haben. Danach wurde es zugegebenermaßen allmählich etwas ruhiger um Still Crazy, bedingt durch Beruf und familiäre Verpflichtungen. Da viele von uns sehr zeitaufreibende Berufe haben, wird die fehlende Zeit immer unser größtes Problem bleiben, aber durch ein wenig mehr "eiserne Disziplin" werden wir in 2003 wieder einiges von uns hören lassen, man darf gespannt sein.

»Here we go« – mal schaun, was die Zukunft bringt!